Effing und Bösing-Cup - die Halbfinalspiele

ASV Effing und Bösing-Cup – das Halbfinale

In den Vorrundenspielen haben sich 2 überaus vielversprechende Halbfinalspiele herausgebildet.

Der Gastgeber musste gegen den letztjährigen Cupsieger und Mitfavoriten auf die A-Ligameisterschaft aus Südlohn antreten, während es im zweiten Finale zum Vredener Stadtderby zwischen dem FC Vreden und dem letztjährigen A-Ligameister SpVgg Vreden 2 kam.

 

ASV – SC Südlohn

Die Südlohner zeigten direkt vom Anpfiff weg, dass sie den Titel verteidigen wollten und verzeichneten die ersten Offensivaktionen für sich.

Aus einem Konter heraus bekamen die Ellewicker die erste Ecke zugesprochen. Die von rechts geschlagene Flanke erreichte Steffen Wüppings Stirn, der allerdings noch knapp am Südlohner Torhüter scheiterte.

Die folgende Ecke von links erreichte erneut Steffen Wüpping auf dem 2. Pfosten. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte das Leder per Kopf in die Südlohner Maschen. Die von seinem Vater, dem ehemaligen Ellewicker Spieler Werner Wüpping, in die Wiege gelegte Kopfballstärke ließ sich dabei so wenig leugnen, dass ebenjener als Torschütze im Waldstadion ausgerufen wurde.

 

Nach einem ersten Durchschütteln waren die Südlohner allerdings wieder ganz bei der Sache und zeigten auf dem Feld, warum ihnen die Favoritenrolle zugeschrieben wurde.

Gegen eine weit aufgerückte Ellewicker Abwehr konnten sich die Südlohner mehrfach mit Einzelaktionen vor das Ellewicker Tor spielen. In einer solchen Situation setzte sich Alexander Krüchting nach Flanke aus dem rechten Halbfeld durch und markierte in der 19. Minute das 1:1.

 

Die Südlohner behielten ermutigt durch den Ausgleichstreffer den Faden bei und kreierten weitere gefährliche Chancen, bei denen häufig die letzte Fußspitze der Verteider Marius Abbing und Steffen Wüpping in letzter Not Schlimmeres verhinderte.

Mit dem Glück des Tüchtigen ausgestattet erzwangen die Südlohner in Person von Markus Schmittmann-Wehning in der 33. Minute den 2. Treffer und damit die erstmalige Führung in dieser Partie.

 

Die Ellewicker wachten nach dem Rückstand auf und konnten das Spiel im Weiteren ausgeglichener gestalten, ohne jedoch selbst zwingende Chancen zu erarbeiten. Mit einer verdienten 2:1-Führung für die Gäste ging es in die Halbzeit.

 

Nach Wiederanpfiff ließen die zuvor stark aufspielenden Südlohner zunehmend die spielerische Dominanz fehlen, was den Heimkickern Auftrieb verlieh. Dies konnte mit dem 2:2-Ausgleich durch Benedikt Terbrack in der 53. Minute auch in bare Münze umgesetzt werden.

Bestärkt durch dieses Erfolgserlebnis, und wohl auch durch die hinterm Südlohner Tor stehenden Heimfans, waren nun die Ellewicker am Drücker und erspielten sich mehrere zum Teil hochkarätige Chancen. Bereits in der 63. Minute lag beim Ellewicker Anhang der Jubelschrei auf den Lippen, allerdings sprang der Ball aus dem Innenpfosten noch zurück ins Feld.

Nur 2 Minuten klappte es dann besser. Aus dem linken Halbfeld gelang der Ball hinter die Südlohner Abwehr und vor die Füße des Ellewicker Stürmers Benedikt Terbrack. Dieser überwand den herauseilenden Gästekeeper in vollem Lauf mit einem schönen Lupfer zum 3:2 und brachte damit den Ellewicker Anhang in Verzückung. Und den begeisterten Fans stand noch mehr bevor.

Nach weiterhin dominantem Spiel der Rot-Weißen war es in der 81. Minute erneut Benedikt Terbrack, der diesmal vor dem 16er stehend den Gästetorwart erneut mit einem schönen Lupfer überwand. Bei aller Freude über die gebotene technische Raffinesse entfiel es auch dem Stadionsprecher Thorsten Temminghoff, dass Benedikt Terbrack einen lupenreinen Hattrick vollendete.

Das -ergebnisbezogene- Sahnehäubchen setzte dann Marvin Robert, der Ellewicker Topscorer der vergangenen Jahre. Dieser zog aus dem rechten Halbfeld Richtung Tor und ließ im 16er unbedrängt dem Südlohenr Keeper keine Chance. Das 5:2 in der 85. Minute.

Vor dem Schlusspfiff zeigten die Südlohner, dass sie besonders wegen der starken ersten Hälfte die Partie nicht so zu Ende bringen wollten. Mit dem Schlusspfiff hatten die Gäste die letzte Chance, der Schuss aus der Distanz ging allerdings knapp über das Ellewicker Tor.

 

Vor den Heimfans hatten sich die Ellewicker mit einer herausragenden zweiten Hälfte die Finalteilnahme am Sonntag gesichert.

 

FC Vreden – SpVgg Vreden 2

In der eine Stunde später angepfiffenen Partie auf dem oberen Spielfeld trafen dann die Vredener Vereine aufeinander.

Auch hier gelang der Auftakt stürmisch, als Marc van den Berg bereits in der 2. Minute das 1:0 für die Schwarz-Weißen erzielte. Auch unmittelbar nach dem Wiederanpfiff war es Marc van den Berg, der Maß nehmen wollte. Nach seinem Distanzschuss landete der Ball allerdings rechts neben das blaugelbe Gehäuse.

Der weitere Spielverlauf war durch eine hohe Zweikampfintensität und -wegen des kürzeren Platzes- schnellen Vorstößen beider Teams geprägt. Eine solche Zweikampfsituation verschaffte den Schwarz-Weißen zentral vor dem Tor eine Freistoßsituation. Marcel Terbrack schnappte sich das Leder und setzte das Leder mit einem satten Pfund in die Maschen. 2:0 für den FC.

 

Die Blau-Gelben bissen sich trotz des erhöhten Rückstandes weiter in die Partie hinein. Den Lohn für die Mühen verschaffte den Blau-Gelben Timo Depenbrock mit dem 1:2 (35. Minute).

Über die Verkürzung konnte sich die SpVgg allerdings nur kurz freuen. Bereits 4 Minuten später gab es Freistoß für den FC auf Höhe des linken Strafraums. Den auf den ersten Pfosten gezogenen Ball verwertete Marcel Terbrack zum 3:1, was gleichzeitig dem Pausenstand entsprach.

 

Kurz nach Wiederanpfiff kam es erneut zu einer Freistoßsituation für den FC am 16er. Erneut Marcel Terbrack, erneut ein sattes Pfund, und zu hören war das Scheppern von Metall aus dem linken unteren Toreck. 4:1!

Hiernach schaltete der FC einem Gang zurück, ohne jedoch die Spielkontrolle zu verlieren. Umgekehrt konnte man der SpVgg anmerken, dass 6 Stammspieler wegen des weiteren Turniers in Ahaus fehlten. Den mit A-Jugendlichen aufgefülltem Kader gelang es insoweit nicht, gegen die wesentlich erfahrenere Truppe von der anderen Freibadseite den Spielfaden wieder aufzunehmen.

 

Dem FC schien alles zu gelingen. Und wenn dies nicht der Fall war, landete der Ball trotzdem wieder vor die Füße der Schwarz-Weißen. In dieser Spielphase holte der FC -nun auch mit dem nötigen Glück ausgestattet- zum Doppelschlag aus.

Zunächst erreichte in der 67. Minute eine Flanke von rechts Jens Reimann am 2. Pfosten. Dieser zeigte eine gute Übersicht und legte auf den besser postierten Alexander Wilma ab, der per Kopf zum 5:1 abstaubte.

Nur zwei Minuten später war es dann Jens Reimann selbst, der für den FC auf 6:1 erhöhte.

 

Den Schlusspunkt setzte für den FC erneut Alexander Wilma. Dieser zog aus dem halblinken Feld in den 16er und versenkte das Leder freistehend in das lange Eck. 7:1!

 

Die Höhe des Sieges gegen die nominell favorisierte Mannschaft der SpVgg 2 kam für alle überraschend, wurde aber auch nach Meinung des FC-Trainers Hendrik Sahlmer wesentlich durch das Fehlen einiger wichtiger Spieler der SpVgg, unter anderem deren Kapitän Hendrik Brüggemann, wesentlich begünstigt.

Moralisch und kämpferisch musste sich die sehr junge blaugelbe Truppe keine Vorwürfe machen lassen und hat sich für das Spiel um Platz 3 alle Unterstützung Ihrer Anhänger verdient.

 

Am Sonntag freuen wir uns, wieder hoffentlich viele Zuschauer im Waldstadion begrüßen zu dürfen.

Ab 14 Uhr steigt das Spiel um Platz 3 zwischen SpVgg Vreden 2 und dem SC Südlohn, ehe um 16 Uhr wird dann die Finalpartie zwischen dem ASV Ellewick und dem FC Vreden angepfiffen.

Erstellt von M. Ottink am 21.07.2018