Fußball - Kreisliga A Comeback nach 30 Spielen
VREDEN/KREIS. Nach dem ersten Bezirksliga-Abstieg 1994 hatten die Fußballer des ASV Ellewick für die Rückkehr einen Anlauf von 332 A-Liga-Spielen benötigt - das zweite Comeback beendete der ASV gestern schon mit dem 30. Spiel in der Kreisliga A: Mit dem 5:0 (3:0)-Sieg gegen RW Nienborg besiegelten die ASV-Meisterkicker zugleich den Abstieg der Rotweißen. Hätten wir vor zwölf Monaten eine ähnliche Mannschaft auf dem Platz gehabt, wären wir niemals in die Kreisliga abgestiegen", zeigte sich ASV-Trainer Matthias Wesseler für einige Momente nachdenklich. Spätestens als ihm seine Schützlinge die nächste Bier-Dusche verpassten, ergab er sich dem überschäumenden Meister-Jubel des ASV Ellewick.
In der Winterpause hätten sein Team und er "Lunte" gerochen, obwohl die Prämisse für die zweite Saisonhälfte "Spaß haben" geheißen hätte. "Am vergangenen Sonntag nach dem 4:1 bei SpVgg Vreden II hat uns alle der Ehrgeiz gepackt: "Diesen Titel wollten wir jetzt haben", erklärte der Coach, der den ASV nach dem Landesliga-Abstieg und einem ersten Halbjahr unter Spielertrainer Frank Rohmann im November 2007 übernommen - als "Meister-Macher" verlässt er den Klub und heuert zur neuen Saison bei seinem Stammverein FC Vreden an. In Ellewick wird Olaf Oing das Trainingskommando übernehmen, genau wie in der Saison 2004/05. Und diese Spielzeit hatte der ASV unter Oing mit dem Bezirksliga-Titelgewinn abgeschlossen.
In einem "eher langweiligen Spiel" (Zitat Wesseler) hatten Marc van den Berg (8.), Hendrik Sahlmer (27.) und Marco Röring (45.) schon vor der Pause den Weg in die Bezirksliga geebnet - nach dem Seitenwechsel leiteten ein RW-Eigentor (62.) und Benedikt Wilder-Kitschas Treffer zum 5:0-Endstand (84.) die ASV-Kicker fast nahtlos zum Sieger-Trubel über.
"Diese Mannschaft hat deutlich an Qualität gewonnen, sowohl durch die punktuellen Verstärkungen als auch durch die guten Vorstellungen unserer Jugendspieler", bekräftige Wesseler beim Vergleich der Teams, die zuletzt aus der Bezirksliga abgestiegen und das jetzt wieder aufgestiegen ist.
Von Bernhard Mathmann, Werner Kumbrink und Helmut Heimann  
 

Bilder von Bernhard Mathmann (5/5) |